EnergieAgentur für Unternehmen und Kommunen

Energie zu sparen und damit Kosten im Unternehmen zu senken ist Gegenstand unserer professionellen Unterstützung für Unternehmen jeder Art und Größe. Gleichzeitig bereiten wir den Weg zur Transformation des Unternehmens in Richtung Nachhaltigkeit.

EnergieAgentur

Unsere Energieberater finden die Einsparungspotenziale und Effizienzsteigerungen bei Energie und Treibstoffen in Ihrer Organisation. Wir beraten Sie fachkundig und begleiten Sie auf Wunsch bei der Umsetzung Ihrer Energieeffizienz-Maßnahmen

Fördermittel

Im Bereich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gibt es zahlreiche Fördermittel bis zu 100% für Unternehmen und Kommunen bei Investitionen in innovative Technologien! Sprechen Sie uns an und wir ermitteln die Förderpotenziale für Ihr Unternehmen!

Nachhaltigkeit

Energieeffizienz ist ein Pfad, der Unternehmen in Richtung Nachhaltigkeit und damit in eine sichere Zukunft führt. Nach einer erfolgten Energieberatung können wir gemeinsam mit Ihnen die Transformation Ihres Unternehmens zu einer nachhaltigen Organisation vornehmen.

Landwirtschaft

Für landwirtschaftliche Betriebe und den Gartenbau gibt es spezielle Programme für mehr Energieeffizienz und den Einsatz Erneuerbarer Energien. Als anerkannte Sachverständige des BLE sind wir auch hier der richtige Ansprechpartner.

EAO Akademie

Unsere Seminare, Webinare und Workshops im Themenbereich Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Fördermittel und Nachhaltigkeit sind von unseren eigenen Experten entwickelt worden und vermitteln sofort anwendbare Erfolgsrezepte aus unserer Praxis.

Ratgeber

Sie wollen die Energiekosten in Ihrem Unternehmen um 30% und mehr reduzieren und damit viel Geld sparen? Energieeffizienz ist für Sie der Beginn einer Reise zu mehr Nachhaltigkeit?

Durch dieses eBook bekommen Sie das erforderliche Praxiswissen zu Möglichkeiten für mehr Energieeffizienz und damit auch für stark reduzierte Energiekosten in Ihrem Unternehmen! Dazu erhalten Sie wichtige Anleitungen für eine Transformation Ihrer Organisation in Richtung Nachhaltigkeit.

Unser Portfolio

Am Beginn steht die Energieberatung, damit wir Ihre ökonomischen Einsparungspotenziale identifizieren können. Diese Einsparungspotenziale eröffnen dann Möglichkeiten in Punkto geförderter Energieeffizienzmaßnahmen und innovativer Querschnittstechnologien. Wollen Sie auch noch den entscheidenden Schritt weitergehen? Unser vielfach erprobtes Nachhaltigkeitsmanagement macht Ihr Unternehmen fit für die Zukunft.

Volle Energie!

Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Fördermittel sind der Gewinn für Ihr Unternehmen.

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Die Energiewende in Deutschland, sowie der immer deutlich sichtbarer werdende Klimawandel und seine konkreten Folgen auch bei uns in Bayern sind große Herausforderungen dieser Zeit. Die EnergieAgentur Oberbayern leistet mit Ihren erfahrenen Beratern einen Beitrag dazu, diesen Herausforderungen zu begegnen. Wir sind disziplinär breit aufgestellt und erprobt in vielen Projekten rund um die Themenbereiche Energieeffizienz, Fördermittelberatung, Nachhaltigkeitsmanagement, Unternehmensberatung sowie Wissensvermittlung durch Seminare und Workshops.

Michael Wühle - Gründer und Vorstand der EnergieAgentur Oberbayern eG

Breaking News

Die neuesten Nachrichten der EnergieAgentur Oberbayern.

Fehlstart Agri-Photovoltaik?

Die diesjährige Photovoltaik-Fachmesse InterSolar in München hatte das Thema Agri-Photovoltaik als Messeschwerpunkt ausgerufen. Nach zwei Tagen des mühsamen Suchens nach entsprechenden Unternehmen fällt die Bilanz für mich allerdings sehr überschaubar aus.

Fundstücke aus der InterSolar

Es gab einige wenige Higlights unter dem Gesichtspunkt Agri-Photovoltaik, auf die ich nachfolgend eingehen werde. Die Auswahl erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern gibt lediglich meinen Messeeindruck wieder.

PV-Weidezaun

Bereits auf der lnterSolar im letzten Jahr stellte das Dillinger Unternehmen Next2Sun ihr Agri-Photovoltaik System auf der Messe vor. Details zum System habe ich damals in einem gesonderten Artikel beschrieben.

Agri-PV-System von Next2Sun

Technisch gibt es nichts Neues über das System zu berichten, was nicht schon im oben genannten Artikel aus dem letzten Jahr beschriebenen wäre. Es hat mich jedoch gefreut, dass die Geschäfte von Next2Sun sehr gut laufen und das Agri-PV-System immer größere Verbreitung finden. Insbesondere in Österreich wächst das Unternehmen sehr stark, da dort die Umstellung auf Erneuerbare Energien im landwirtschaftlichen Bereich forciert wird. Näher Informationen unter: https://www.next2sun.de/

Börsengang

Das Unternehmen bereitet seinen Börsengang vor um das weitere geplante Wachstum auch finanzieren zu können. Die Zeichnungsfrist für die Aktie mit einem Ausgabekurs von 95 Euro läuft am 21. Mai aus.

Farming

Eine weitere Agri-PV-Anwendung habe ich beim Berliner Unternehmen SUNfarming gefunden. Die bifacialen Module werden dabei wie bei PV-Freiflächenanlagen geneigt aufgeständert. Das System erlaubt damit Pflanzenhöhen von einem Meter bis Zweimetervierzig. Die Konstruktion ist robust genug um auch auf einer Schafweide aufgestellt zu werden. www.sunfarmin.de

Redox-Flow-Speicher

Ein Stromspeicher auf Basis der Vanadium-Redox-Flow-Technolgie zeigte die Firma VoltStorage. Mit einer Kapazität von 45 kWh ist der Speicher für ein durchschnittliches landwirtschaftliches Unternehmen ausreichend dimensioniert, natürlich auch zur Speicherung von Strom aus Agri-Photovoltaikanlagen. Zu kaufen gibt es den Speicher ab 2023 – dann auch mit Verkleidung.

Redox-Flow-Speicher

Weitere Informationen über das System und das Unternehmen unter: www.voltstorage.com

KI und Smart-Grids

Am Stand des Kaufbeurer Unternehmens Q3 Energie habe ich ein interessantes Projekt für ein Smart-Grid in ländlichen Raum entdeckt. Das Projekt hat den Namen SmartFarm2 und wird im Allgäu durchgeführt. Gesucht werden derzeit individuelle Bauernhöfe und öffentliche Gebäude oder kleine Gewerbe, die ihre Energiedaten zur Verfügung stellen. Aus den gesammelten Informationen werden dann Handlungsempfehlungen für die Betriebe abgeleitet. Ziel ist ein vernetztes Energiemanagement für landwirtschaftliche Regionen, natürlich auch mit viel Agri-Photovoltaik. Weitere Informationen zum Projekt unter: https://smartfarm2.de/

Morgendämmerung Agri-Photovoltaik?

Nach meinem Eindruck aus der Fachmesse InterSolar scheint die Zeit für Agri-Photovoltaik noch nicht ganz gekommen zu sein. Es gibt einfach noch zu wenige technische Lösungen, die wirklich tauglich für den landwirtschaftlichen Alltag sind. Einige wenige habe ich gefunden und hier erwähnt. Dennoch bleibt der Eindruck, dass es im Vergleich mit dem Vorjahr hier nicht wirklich einen Entwicklungsschub gegeben hat.

Wie gesagt, es fehlt die Vielfalt an technischer Lösungen für die verschiedenen Szenarien, die in der Landwirtschaft den Rahmen für Agri-Photovoltaik vorgeben. Eine Vielfalt, wie wir sie nun seit vielen Jahren im Gebäudebereich kennen und schätzen. Und doch ist bei den gefundenen Akteuren eine Aufbruchstimmung zu erkennen und viel Optimismus. Vielleicht doch die Morgendämmerung für die Agri-Photovoltaik.

Agri-Photovoltaik im Fokus auf der Intersolar Europe 2022

Intersolar Europe 2022: Innovative Photovoltaik-Projekte und Technik für die Landwirtschaft

München/Pforzheim, 31. März 2022: Die effiziente doppelte Flächennutzung für Landwirtschaft und die Solarstromerzeugung über die Agri-Photovoltaik (Agri-PV) entwickelt sich dynamisch und stößt auf immer größeres Interesse. Die Agri-PV ist längst kein Nischenprodukt mehr. Laut Angaben des Fraunhofer-ISE waren im Jahr 2020 weltweit bereits mehr als 14 Gigawatt (GW) installiert, die meisten davon in China. Agri-PV etabliert sich aber auch in Europa. So starten etwa in Deutschland Innovationsausschreibungen, Italien bereitet eine Förderung im großen Stil vor und in Frankreich gründete sich der weltweit erste eigene Agri-PV Verband. Auch die Standardisierung, die als Voraussetzung für einen Markthochlauf gilt, kommt voran. Weitere Erfahrungen, innovative Projekte und Technik für die Agri-PV präsentieren Akteure auf der Intersolar Europe vom 11. bis 13. Mai 2022 im Rahmen von The smarter E Europe auf der Messe München. Darüber hinaus tauschen sie sich bereits einen Tag vor Messestart am 10. Mai auf der Intersolar Europe Conference über das breite Leistungsspektrum der Agri-PV aus.

Ein zentraler Treiber für die Agri-PV ist die Vermeidung von Flächennutzungskonflikten mit der Landwirtschaft beim Ausbau der Solarstromproduktion über Freiflächenanlagen. Dies zeigt sich in vielen europäischen Ländern. Mit insgesamt 1,1 Milliarden Euro möchte Italien die Agri-PV fördern und dadurch die Installation von 2 GW entsprechender Anlagen auf den Weg bringen. In Frankreich wird die Agri-PV bereits seit 2017 durch Innovationsausschreibungen gefördert, allein 2020 waren dies 48 Anlagen. Im Trend liegen hierbei laut Christian Dupraz, Senior Researcher bei INRAE (institut national de recherche pour l’agriculture, l’alimentation et l’environnement) vor allem Anlagen mit Nachführsystemen (Tracker).

Innovationsausschreibungen und Norm-Entwicklung geben Entwicklungsschub

Innovationsausschreibungen versprechen einen Entwicklungsschub für die Agri-PV in Deutschland. Im April 2021 einigten sich Branchenvertreter aus Landwirtschaft, Solarindustrie, Forschung und Zertifizierungsorganisationen auf eine DIN-SPEC 91434, eine Vorstufe für eine DIN-Norm. Sie behandelt grundlegende Aspekte der Agri-PV wie den Anwendungsbereich, Begrifflichkeiten, Kriterien oder Anforderungen an die Technik, Planung, Installation, Betrieb und Instandhaltung. Darauf aufbauend spezifizierte die Bundesnetzagentur im Oktober 2021 die Anforderungen an die Agri-PV als Grundlage für die im Frühjahr 2022 startenden Innovationsausschreibungen im Rahmen des EEG mit einem Volumen von 150 Megawatt (MW). In ihrem Koalitionsvertrag kündigte die neue Bundesregierung an, im Rahmen ihrer 200 GW Solaroffensive auch die Agri-PV noch stärker voranzutreiben. Das ursprünglich vorgesehene Ausschreibungsvolumen wurde von 50 MW auf 150 MW erhöht. Zudem wurde die Flächenkulisse auf mehrjährige Kulturen und Dauerkulturen ausgedehnt, womit auch Obstbauflächen eingeschlossen sind. Mehr zu den rasanten Entwicklungen der Agri-PV in Europa informiert übrigens das „Intersolar Europe Trendpapier: Agri-Photovoltaik“.

Besonders hohes Potenzial hat die Agri-PV für eine wasserschonende Landbewirtschaftung in Regionen mit Wüstenklima oder mit ausgeprägten Trockenzeiten. Internationale Forschungsprojekte wie „WATERMED4.0“ und „APV-MaGa Agri-Photovoltaik für Mali und Gambia“ untersuchen und implementieren eine dreifache Landnutzung für Westafrika: Angefangen mit dem Anbau von Nahrungsmitteln über die Produktion von Solarstrom bis hin zur Regenwassergewinnung und -speicherung über die installierten Solarmodule.

Foto: Solar Promotion GmbH

Großes Potential im Obst-, Beeren- und Weinbau

In Babberich in den Niederlanden reifen Himbeeren auf einer 3,3 Hektar großen Farm unter einer 2,67 Megawatt (MW) starken Agri-PV-Anlage – und das mit Erfolg: Der Netto-Ernteertrag wurde im Vergleich zum konventionellen Himbeeranbau unter Folientunneln um rund sechs Prozent gesteigert. Über diese Erfahrungen berichtete auch Max Tegtmeyer von BayWa r.e. in einem Webinar zur Agri-PV der International Solar Energy Society (ISES) und des Global Solar Council (GSC), welche langjährige Träger der Intersolar Europe sind. Das Projekt wurde 2021 mit dem „The smarter E AWARD“ in der Kategorie Outstanding Solar Projects ausgezeichnet. Um die Möglichkeiten der Agri-PV im Obstbau zu demonstrieren und zu optimieren, startete im September vergangenen Jahres eine 258 kW Versuchsanlage auf einer Apfelplantage in Rheinland-Pfalz. Fünf Agri-PV Demonstrationsanlagen im Kernobst- und Beerenbau mit einer Gesamtleistung von mindestens 1.650 kW sollen in Baden-Württemberg realisiert werden. Dies gab Mitte Januar 2022 das Stuttgarter Umweltministerium bekannt und stellt hierfür 2,5 Mio. Euro bereit.

Intersolar Europe 2022 bringt die Technik auf Vormarsch

Die Intersolar Europe 2022 hat sich den internationalen Erfahrungsaustausch zur Agri-PV auf die Fahnen geschrieben und will die vergleichsweise junge Technik voranbringen. Die Fachmesse findet vom 11. bis 13. Mai 2022 in München im Rahmen von The smarter E Europe statt. Firmen wie BayWa r.e. und SunFarming GmbH stellen Projekte vor, andere wie Axial Structural Solutions S.L, IDEEMATEC GmbH und Premium Mounting Technologies Systems (PMT) die dafür nötige Technik. Auch die Goldbeck Solar GmbH, die 2021 für ihre beweglichen Solarbögen mit dem „Intersolar AWARD“ ausgezeichnet wurde, präsentiert ihre Produkte. Zudem werden die Next2Sun GmbH sowie die STEAG Solar Energy Solutions GmbH auf der Messe vertreten sein. Weitere Aussteller sind Forschungseinrichtungen wie die AIT Austrian Institute of Technology GmbH und das Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE). Wo die Aussteller auf der Intersolar Europe 2022 in München zu finden sieht, zeigt das aktuelle Trendpapier über die Agri-PV.

Intersolar Europe Conference – Agri-PV im Fokus

Ein weiteres Highlight bietet die Intersolar Europe Conference am 10. Mai 2022. Neben Konferenz-Sessions zu Anwendungen aus den Bereichen Floating PV und BIPV, wird es an dem Tag zwei Veranstaltungen zu dem Thema Agri-PV geben. Die Session “How to Benefit most from Solar & Farming” präsentiert neben Konzepten zu realistischen Potenzialen der Agri-PV, aktuelle Marktentwicklungen sowie eine Produktübersicht und innovatione Lösungsansätze. Im Anschluss geht es mit der Session „Understanding the Versatility of Combining Solar Power with the Agribusiness” direkt weiter. Die Referenten stellen eine Palette von Agri-PV Anwendungen sowie Vorteile und Entwicklungen von Landwirten vor. Nicht zuletzt liefert die Konferenz Einblicke in das Zusammenspiel von Solarenergie und Urban Farming.

Quelle: InterSolar Europe

Transformationskonzepte

das Logo der BAFA ‘Deutschland machts´s effizient‘ für Transformationskonzepte

Transformation hin zur Treibhausgasneutralität

Die BAFA fördert mit der neuen Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft die Transformation von Unternehmen hin zur eigenen Treibhausgasneutralität. Dabei beträgt die Fördersumme für Transformationskonzepte bis zu 80.000 Euro. In diesem Beitrag gehe ich auf die wichtigsten Bestandteile dieses neuen Förder-Moduls ein.

Ein neuer Förderansatz

Bisher wurden über das BAFA-Programm EEW – Richtlinie zur Förderung von Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien – in insgesamt 4 Modulen energieeffiziente Technologien gefördert. Dieses Programm wurde nun mit Wirkung 1. November 2021 durch die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft abgelöst bzw. erweitert.

Dieses Programm ist sehr umfangreich und komplex. Daher werde ich in separaten Beiträgen über die einzelnen Module dieses neuen Programms informieren. Dennoch möchte ich schon an dieser Stelle auf eine wichtige Neuerung – die Ressourceneffizienz – hinweisen. Energieeffizienz wird weiterhin ein wichtiger Maßstab für die Förderwürdigkeit von Maßnahmen sein, jedoch ergänzt und erweitert durch das im Kontext der Nachhaltigkeit so wichtige Thema Ressourceneffizienz. Doch zunächst möchte ich die wesentlichen Bestandteile des neuen ‘5. Moduls‘ hier vorstellen.

Transformationskonzepte

Das bisherige EEW-Programm, mit dem auch weiterhin die Umsetzung von Investitionsmaßnahmen gefördert wird, bleibt im Großen und Ganzen erhalten und wird wie gesagt um das Thema Ressourceneffizienz und das neue Transformationskonzept ergänzt. Es soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre unternehmensspezifische Treibhausgasneutralität zu planen und umzusetzen. Transformationskonzepte können prinzipiell vom Unternehmen selbst erstellt werden. Es können aber auch externe (Energie-)Berater eingebunden werden, die einzelne Komponenten des Transformationskonzepts erstellen wie beispielsweise die CO2-Bilanz, Energiebilanz, usw. Natürlich kann auch das komplette Konzept von externen Beratern und Dienstleistern erstellt und die Umsetzung begleitet werden. Die Kosten der externen Berater sind in diesem Programm genauso beihilfefähig wie die Kosten für ggf. erforderliche Messungen, Datenerhebungen und Datenbeschaffungen.

Das Transformationskonzept muss in jedem Fall die folgenden Inhalte haben:

  • Darstellung des IST-Zustands der Treibhausgasemissionen (THG) in Form einer THG-Bilanz innerhalb der gewählten Bilanzgrenzen.
  • Formulierung eines unternehmensspezifischen THG-Neutralitätsziels bis spätestens zum Jahr 2045.
  • Darstellung des SOLL-Zustands, d.h. eines THG-Ziels für den bzw. die betrachteten Unternehmensstandort(e). Dabei soll das THG-Ziel langfristig formuliert werden, mindestens jedoch über einen Zeitraum von 10 Jahren.
  • Erstellung eines Maßnahmensplans für die Zielerreichung beziehungsweise für die Transformation vom IST- zum SOLL-Zustand.
  • Erstellung eines Einsparkonzepts für mindestens ein Vorhaben aus dem EEW-Förderprogramm.

Aus eigener Erfahrung möchte ich an dieser Stelle besonders auf die Wahl der Bilanzgrenzen hinweisen. Diese sollten mit Bedacht gewählt werden, da sie Basis für die Ermittlung des IST-Zustands sind, auf den in den Jahren der Umsetzung immer wieder referenziert werden muss.

Besonderheiten der Förderung

Die Förderquote beträgt 60% der förderfähigen Kosten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Für alle anderen Unternehmen beträgt die Förderquote 50%. Zu den förderfähigen Kosten zählen:

  • die Erstellung und Zertifizierung einer CO2-Bilanz,
  • die Kosten für die erforderliche Energieberatung, sowie alle anderen Beratungskosten, die im Zusammenhang mit der Erstellung des Transformationskonzepts entstehen,
  • die Beratungskosten für die Einführung von Umsetzungsprozessen im Unternehmen in Form eines Klimaschutzmanagements, sowie
  • die Kosten für alle erforderlichen Messungen und Datenbeschaffung, die zur Erstellung des Transformationskonzepts erforderlich sind.

Transformationskonzepte müssen innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten nach der Antragsstellung erstellt und eingereicht werden. Das komplette Programm ist auf der Website des BAFA zu finden.

Über die Energieagentur EAO erstelle ich gemeinsam mit meinen Kollegen das Transformationskonzept, sowie alle notwendigen Fördermittelanträge im EEW-Programm für Unternehmen aller Art und Größe.

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